×

Smarte Geräte, dumme Risiken: Wie dein Fernseher zum Spion werden kann

Willkommen im „Internet der unnötigen Dinge“

Das „Internet of Things“ (IoT) klingt erstmal praktisch:
Ein Fernseher, der Netflix direkt abspielt.
Eine Steckdose, die per Handy ein- und ausgeschaltet werden kann.
Eine Überwachungskamera, die dir bei Bewegung eine Nachricht aufs Handy schickt.

Aber:
Viele dieser Geräte sind unsicher, veraltet, immer online – und du hast kaum Kontrolle darüber.


Beispiel: Smart-TV mit Werbetracker

Ein moderner Fernseher von Samsung oder LG scannt oft:

  • Welche Apps du benutzt
  • Welche Sendung du gerade schaust
  • Wie oft du etwas pausierst

Diese Infos werden an Werbenetzwerke geschickt. Ohne dich zu fragen.

Einige Modelle senden Daten im Sekundentakt – selbst wenn du nur durch das Menü blätterst.
Und: Das passiert über das Internet – nicht nur im Heimnetz.


Beispiel: Überwachungskamera mit China-Cloud

Viele günstige WLAN-Kameras (z. B. von „No-Name“-Marken bei Amazon) verbinden sich automatisch mit Servern in:

  • China,
  • Singapur,
  • oder irgendwo, wo du keine Kontrolle hast.

Du kannst die Kamera zwar übers Handy sehen – aber wer sieht dich noch?


Das eigentliche Problem

Die meisten dieser Geräte:

  • Haben veraltete Software, die nie Updates bekommt
  • Nutzen unsichere Protokolle (z. B. Telnet, FTP ohne Passwort)
  • Öffnen automatisch Verbindungen nach außen, ohne dass du es mitbekommst
  • Werden nicht vom Router getrennt, weil: „läuft ja…“

🛡️ Was kannst du tun?

Hier kommen einfache Zero-Trust-Tipps für dein Heimnetz:

ProblemLösung
Geräte reden nach draußenInternet-Zugriff für Smart-TVs & Co. im Router blockieren
Alles ist im gleichen WLANIoT-Geräte in ein separates WLAN oder VLAN packen
Geräte sind veraltetKaufen? Nur mit regelmäßigen Updates – sonst Finger weg!
Keine Kontrolle über DatenPi-hole oder DNS-Filter gegen Tracking-Domains einsetzen
Portfreigaben aktivSofort abschalten – lieber VPN wie Tailscale oder WireGuard

Das hast du vielleicht verpasst