Auf der Zielgeraden: wo SSR-Vault gerade steht
Seit dem Start dieses Projekts war das Ziel nie „ein weiterer Passwort-Manager“. Das Ziel war:
ein Gerät, dem man seine Passwörter anvertrauen kann, ohne der Cloud, einem Master-Passwort
oder einer fremden Infrastruktur vertrauen zu müssen. Nach vielen Monaten Entwicklung — Firmware,
Hardware, Browser-Extension, alles im Zusammenspiel — sind wir jetzt in der letzten Phase.
Was heute schon funktioniert
Die Geheimnisse verlassen den Chip nie. Das Herzstück von SSR-Vault ist ein dediziertes
Secure-Element (ein kryptografischer Spezialchip), der eigene Schlüssel selbst erzeugt — beim
Provisionieren, per Zufallsgenerator direkt auf dem Chip. Kein zentraler Master-Schlüssel, kein
Hersteller-Backdoor, kein Cloud-Konto, das gehackt werden könnte, weil es das schlicht nicht gibt.
Der Datenverkehr zwischen Chip und Mikrocontroller ist jetzt verschlüsselt. Ein oft
übersehener Angriffspunkt bei Hardware-Sicherheitslösungen: die Verbindung ZWISCHEN dem
Secure-Element und dem Rest der Elektronik. Mit einem Logic-Analyzer an den richtigen Leitungen
ließe sich bei vielen Geräten genau dort mitlesen, was eigentlich geschützt sein soll. Bei uns
läuft dieser interne Datenverkehr jetzt verschlüsselt — ein Angreifer mit physischem Zugriff und
Messgerät sieht nur noch Rauschen, keine Schlüssel.
Das Gerät kann sich selbst auf Echtheit prüfen. Ein eingebauter Mechanismus stellt sicher,
dass der verbaute Chip tatsächlich der ist, mit dem das Gerät ursprünglich eingerichtet wurde —
ein ausgetauschter oder nachgebauter Chip fällt durch diesen Check durch.
Keine Funk-Angriffsfläche. Bluetooth ist aus, WLAN wird nicht einmal initialisiert. SSR-Vault
spricht ausschließlich über das USB-Kabel mit dem Rechner — was nicht funkt, kann nicht aus der
Ferne angegriffen werden.
Was unmittelbar bevorsteht
Der letzte große Baustein ist die physische Härtung des Mikrocontrollers selbst — der aktuelle
Fokus, gerade in der finalen Testphase:
- Secure Boot: Ab dann startet ausschließlich digital signierte, echte SSR-Vault-Firmware.
Manipulierte oder fremde Firmware wird beim Start abgelehnt, nicht erst hinterher bemerkt. - Flash-Verschlüsselung: Selbst wer den Chip physisch ausbaut und den Speicher direkt
ausliest, bekommt nur verschlüsselten Datensalat — keine Firmware, keine Geheimnisse im
Klartext.
Beides wird zuerst auf eigens dafür vorgesehenen Test-Geräten vollständig durchgespielt und
verifiziert, bevor es in Serie geht — Sicherheit vor Tempo.
Warum das einen Unterschied macht
Viele Passwort-Manager auf dem Markt setzen auf Cloud-Synchronisation plus ein einziges
Master-Passwort — bequem, aber ein einzelner Angriffspunkt: Ist das Master-Passwort weg oder
das Cloud-Konto kompromittiert, ist alles offen. Andere „Hardware“-Lösungen speichern Geheimnisse
zwar auf einem Gerät, lassen sie aber über gewöhnliche, unauffällige Wege mit dem Host-Rechner
kommunizieren — ohne dediziertes Secure-Element, ohne verschlüsselte interne Kommunikation.
SSR-Vault verfolgt einen anderen Ansatz: ein zertifizierter Krypto-Chip, der seine Geheimnisse
selbst erzeugt und nie preisgibt, verschlüsselte interne Kommunikation, keine Cloud, keine
Funkschnittstellen — und in Kürze zusätzlich abgesicherte Firmware, die sich nicht durch Dritte
austauschen lässt, und ein Speicher, der auch bei physischem Zugriff verschlossen bleibt.
Wir sind nicht fertig — aber wir sind auf der Zielgeraden.
